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Auswertung von Einflussfaktoren auf Restmüllzusammensetzung und Altstofferfassungsgrade in Österreich 2018/2019 zur Entwicklung eines effizienten Analysekonzepts

Projektleitung
Laufzeit:
22.11.2021-21.06.2022
Programm:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung - Beauftragung
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Abfallwirtschaft
Gefördert durch
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Entenplatz 1, 8020 Graz, Österreich
Abstract
Bisherige Abfallanalysen auf Landesebene waren neben mangelnden Standards und unterschiedlichen Fragestellungen, vor allem durch die geringe Probenmasse, und somit der geringen Aussagekraft der Ergebnisse limitiert. Die Wirksamkeit von abfallwirtschaftlicher Sammelsystemgestaltung sowie weiterer Maßnahmen war damit oft nicht möglich. Eine landesübergreifende Analyse ermöglicht es, auf Basis einer vielfach höheren Probenmasse bzw. -anzahl, sowie der bundesweit größeren Heterogenität der Systemgestaltung deutlich genauere Aussagen zu treffen, ob z.B. bestimmte Sammelsysteme effizienter als andere sind.
Hauptziel des Vorhabens ist die Identifikation und Quantifizierung von Einflussfaktoren auf Massenanteile (Masse-%) bzw. die spezifische Masse (kg/Ew/a) von relevanten Abfallfraktionen im Restmüll, wobei jeweils Gruppen von Einzelproben gebildet werden, die nach einem Faktor oder einer Kombination von mehreren Faktoren auf Basis der nachfolgend genannten Faktoren gruppiert werden.
Bei der Untersuchung der Faktoren ist insbesondere zwischen beeinflussbaren Faktoren mit Maßnahmenbezug (z.B. Sammelsysteme, Behältergrößen, Abfuhrintervalle) und nicht-beeinflussbaren Faktoren (z.B. Charakteristik von Liegenschaften und Regionen) zu unterscheiden.
Die darauf aufbauende Quantifizierung des „Getrennterfassungspotentials“ verfolgt darüber hinaus das Ziel, Einflussfaktoren auf Getrennterfassungsquoten sowie Getrennterfassungspotentiale für Altstoffe (Altpapier und Kartonagen, Altglas, biogene Abfälle und Leicht- und Metallverpackungen) für oben genannte Faktoren bzw. Faktorkombinationen zu definieren, um Optimierungspotentiale im Sinne eines umfassenden, regionalen Benchmarkings aufzuzeigen. Die Ergebnisse sollen auch für die Ausrichtung künftiger Maßnahmenpakete (z.B. in Hinblick auf die zu erreichende Recyclingquote für Siedlungsabfälle in der Höhe von 55% bzw. 65% bis 2025 bzw. 2035) nutzbar sein.
Begleitende Ziele, die im methodisch-inhaltlichen Verbund zu verfolgen sind, umfassen die Evaluierung und Umsetzung von Möglichkeiten zur Probenmassenreduktion durch angepasste, länderübergreifende Schichtung sowie die Evaluierung und Optimierung von Auswertungsmethoden.
Schlagworte
Abfalltechnik; Recycling; Abfallvermeidung;
Altstoffe; Analysekonzept; Einflussfaktoren; Restmüll;
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