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Langzeitstudien zur Erforschung der Auswirkungen erhöhter Wilddichte auf Bodennährstoffgehalte, sowie des Verbiss-Einflusses auf Pflanzenstress und Produktivität

Projektleitung
Inselsbacher Erich, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.04.2022-31.03.2024
Programm:
LandesproduktenhandelsGesmbH - Förderung
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Mitarbeiter*innen
Gerzabek Martin, Sub-Projektleiter/in
Nopp-Mayr Ursula, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Bodenforschung
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft
Gefördert durch
LandesproduktenhandelsGesmbH, Am Holzplatz 1, 2301 Groß-Enzersdorf, Österreich
Abstract
Wälder werden stark durch Wildtiere beeinflusst und eine erhöhte Wildpopulation wirkt sich auf unterschiedlichste Aspekte in Waldökosystemen aus. Wildverbiss führt zu Stressreaktionen in Pflanzen und kann unter unkontrollierten Bedingungen sogar zu einer Änderung der Pflanzenzusammensetzung im Wald führen. Eine hohe Wilddichte bedeutet gleichzeitig einen hohen Eintrag von Kohlenstoff und Nährstoffen durch tierische Ausscheidungen und gegebenenfalls durch Einträge im Rahmen der Wildtierfütterung. Diese Einträge können wiederum Pflanzenwachstum und Humusaufbau positiv beeinflussen. Während sich mehrere Studien bereits mit einzelnen Teilaspekten dieser Thematik auseinandergesetzt haben, gibt es kaum Informationen zu den ganzheitlichen Auswirkungen erhöhter Wilddichte auf Boden und Pflanzen sowie deren komplexen Wechselwirkungen. Dieses Projekt soll in zwei Phasen genau jene Auswirkungen untersuchen. Das Untersuchungsgebiet liegt in der Nähe der Marchniederung, Niederösterreich, und besteht einerseits aus einer umfriedeten Eigenjagd mit hoher Wilddichte und andererseits aus einem direkt angrenzenden, nicht eingezäuntem Eigenjagdrevier, das als Kontrollfläche dient. In der ersten Phase werden bodenphysikalische und bodenchemische Parameter erfasst und somit der Einfluss erhöhter Wilddichte und Fütterung auf Nährstoff- und Kohlenstoffgehalte in den Böden untersucht. Des Weiteren werden ausgewählte Pflanzen, an denen Verbissspuren gefunden werden, auf ihre Blatt-Aminosäurekonzentrationen untersucht, um zu testen, ob Aminosäuremuster in Pflanzen als Stressindikatoren genutzt werden können. Die Erkenntnisse der ersten Phase sollen als wissenschaftliche Basis für eine weiterführende, längerfristige Forschungs- und Monitoringstrategie dienen.
Schlagworte
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; Pflanzenernährung; Forstwirtschaft; Waldökologie; Waldwachstum; Bodenkunde; Jagdwirtschaft;
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