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Risikoanalyse für Waldbestände im Klimawandel als Grundlage für verbesserte Schadholzlogistik

Projektleitung
Netherer Sigrid, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2021-31.08.2024
Programm:
Waldfonds - Portal Tirol - Maßnahme 4 & Maßnahme 10
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner*innen
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW), Hauptstraße 7, 1140 Wien, Österreich.
Kontaktperson: Gernot Hoch;
Funktion des Projektpartners: Koordinator
Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz
Gefördert durch
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Stubenring 1, 1010 Wien, Österreich
Abstract
Projektziel ist die Erhebung der Schadholzpotentiale und des Risikos für Waldbestände unter besonderer Beachtung der gefahrdrohenden Vermehrung von Schadorganismen und abiotischen Schadereignissen, durch die kombinierte Nutzung von modernen Fernerkundungsmethoden und innovativen Modellierungsansätzen. Die derzeit ablaufende Massenvermehrung des Buchdruckers (Ips typographus) machte deutlich, dass effiziente Borkenkäferbekämpfung nicht zuletzt auch eine Frage der Logistik ist. Das beantragte Projekt will durch die neuartige Verknüpfung von Analyse der Prädisposition der Bestände, Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Schadfaktors und Abschätzung der Gefährdung ein innovatives Werkzeug der Risikoanalyse für Waldbestände, die nicht zuletzt wichtige Grundlage einer verbesserten Schadholzlogistik sein kann, schaffen. Wir bedienen uns dazu Methoden der
ökoklimatischen Modellierung (Entwicklung der Buchdruckers, Abwehrfähigkeit der Fichte), der Fernerkundung (Bestandesdaten, aktuelle Schadauftreten) und der Beurteilung der Bringungssituation. Die österreichweit erstmals vorliegenden, sehr detaillierten Standortsdaten aus der dynamischen Waldtypisierung der Steiermark geben die Möglichkeit, die Modelle für dieses Bundesland in großer Detailliertheit zu entwickeln und mittels Klimaszenarien in die Zukunft zu blicken – als Pilotprojekt für andere Bundesländer, die mit der Waldtypisierung folgen werden. Das in dem Projekt entwickelte Werkzeug der Risikoanalyse kann also laufend adaptiert und weiterentwickelt werden und soll so den Nutzer*innen längerfristig dienen.
Schlagworte
Fernerkundung; Forstentomologie; Forstschutz; Forsttechnik;
abiotische Schadfaktoren; Borkenkäfer; Fernerkundung; Fichte; Trockenstress;
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