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Villach – integrative, cooperative Maßnahmen zum Regenwassermanagement bei lokalen (Demo)Projekten

Projektleitung
Kretschmer Florian, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.04.2022-31.03.2025
Programm:
Stadt der Zukunft - Kooperative F&E-Projekte - Experimentelle Entwicklung
Art der Forschung
Experimentelle Entwicklung
Projektpartner*innen
Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Sieldungsgesellschaft Ktn. Ges.m.b.H., Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Stadt Villach, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Ertl Thomas, Projektmitarbeiter/in
Prenner Flora, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Stadt Villach, Rathausplatz 1, 9500 Villach, Österreich
Abstract
Durch den Klimawandel sind Städte heute mit einer Vielzahl an neuen Herausforderungen konfrontiert. Starkregenereignisse bringen bestehende Kanalisationsanlagen an ihre Kapazitätsgrenzen, längere Trocken- und Hitzeperioden stellen für die Menschen sowie die urbane Flora und Fauna eine große Belastung dar. Als eine wirkungsvolle Adaptationsmaßnahme hat sich der Einsatz von blau-grüner Infrastruktur heute schon vielerorts bewährt. Diese naturnahen Lösungen erfüllen mehrere Funktionen (Entlastung der Entwässerungssysteme, Reduktion von urbanen Hitzeinseln, multifunktionale Nutzungen der knappen Ressource Boden bzw. Raum als Erholungs- und Lebensraum) und können Ausgangspunkt für soziale Innovationen unter Einbindung unterschiedlicher Stakeholder sein. Aus rein technischer Sicht gelten die heute vorhandenen Verfahren zur naturnahen Niederschlagswasserbewirtschaftung somit als erprobt. Trotzdem besteht eine aus Sicht einer nachhaltigen Stadtentwicklung verzögerte Umsetzung. Dies liegt einerseits an technischen Herausforderungen im urbanen Umfeld (begrenzte Flächen, ober- und unterirdische Nutzungskonflikte) andererseits an rechtlich und organisatorischen Grenzen aus dem bisher bestehenden System "Stadt“. Aktuell werden Maßnahmen sowohl auf privater als auch öffentlicher Seite im Rahmen ihrer jeweiligen Eigentumsgrenzen bzw. Zuständigkeiten gedacht. Kooperative, integrative Planung und Umsetzung inklusive einer Wirkungsbewertung sowie entsprechende Governance- und Beteiligungstrukturen sind nicht etabliert. Diesem Transformationsprozess des Systems "Stadt“ widmet sich dieses Forschungsprojekt. Im Demogebiet „Kanaltaler Siedlung“ sollen kooperative Maßnahmen unter Einbindung aller relevanter Akteure sowie unter Berücksichtigung von technisch/hydrologischen, sozialen, organisatorisch/rechtlichen, mikroklimatisch/ökologischen sowie wirtschaftlichen Aspekten umgesetzt und erprobt werden. Abgeleitet aus diesen Erfahrungen schließt das Projekt mit einem Handlungsleitfaden ab, der sowohl für die Stadt Villach als auch für andere Gemeinden eine Vorlage und Orientierung für die integrative und kooperative Niederschlagswasserbewirtschaftung bieten soll.
Schlagworte
Wasserinfrastruktur;
Akteursmanagement; blau-grüne Infrastruktur; Klimawandelanpassung; Partizipation; Siedlungsentwässerung;
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