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Recycelbare Elastomerkunststoffe sicher und nachhaltig entwickelt und hergestellt durch enzymatisches Recycling von Post cOnsumer waSte strEams

Projektleitung
Preßnig Michaela, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2022-31.08.2026
Programm:
Horizon Europe - Global Challenges - Research & Innovation Action (RIA)
EU-Projektinstrument
Collaborative Project
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner*innen
Bio Base Europe Pilot Plant , Rodenhuizekaai 1, 9042 Ghent, Belgien.
Kontaktperson: Zsófia Kádár, PhD;
Funktion des Projektpartners: Koordinator
Mitarbeiter*innen
Gübitz Georg, Projektmitarbeiter/in
Ribitsch Doris, Projektmitarbeiter/in
Führer Miriam, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Umweltbiotechnologie
Gefördert durch
Europäische Kommission / European Commission, Rue de la Loi, Brussels, Europäische Union
Abstract
TDie Art und Weise, wie Kunststoffe derzeit hergestellt, verwendet und entsorgt werden, lässt die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Vorteile eines nachhaltigeren Ansatzes außer Acht. In Europa fallen jährlich 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, von denen weniger als 30 % recycelt werden. Darüber hinaus können bei der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Kunststoffen Chemikalien freigesetzt werden, die zu Gesundheits- und Umweltproblemen führen können. Die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses und der Übergang zu sicheren und nachhaltigen Materialien, einschließlich Kunststoffen, ist eine gesellschaftliche Dringlichkeit.
Im Rahmen des REPurpose-Projekts wird Polyethylenterephthalat (PET), das aus gemischten Verbraucher-Abfällen stammt, zu neuen funktionellen PET-X-Polymerwerkstoffen aufbereitet, die auf den Märkten für Fasern, Verbrauchsgüter und technische Teile noch nie dagewesene Recyclingmöglichkeiten bieten. Neue Bausteine, die aus enzymatisch abgebauten Polyolefinen oder biobasierten Rohstoffen gewonnen werden, verleihen PET-X zusätzliche und einzigartige Funktionalitäten: (i) kontrollierbarer Abbau in verschiedenen natürlichen Lebensräumen, (ii) Herstellung, Verarbeitung und Recycling mit vorhandenen Anlagen, so dass keine großen Investitionen erforderlich sind, und (iii) lokaler europäischer und biobasierter Kohlenstoff. Das REPurpose-Projekt ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie Kunststoffe unbegrenzt bis zu 100 % recycelt werden können, während ihre Mikroplastikteile auch biologisch abbaubar sind, wenn sie auslaufen oder sich abnutzen.

REPurpose setzt neue Maßstäbe bei der Kombination von ultralokalem Recycling von PET-Kohlenstoff mit biobasiertem oder recyceltem Kohlenstoff und übertrifft fossilen Kohlenstoff mit jedem Upcycling-Schritt. Der X-Faktor in PET-X ist die neue Funktionalität der Materialien, die durch die abgestimmten biobasierten oder recycelten Bausteine, die dem PET-Abfall nach dem Verbrauch hinzugefügt werden, gestaltet werden können: nicht-fossile Inhalte lenken PET-X in höherwertige Anwendungen als das ursprüngliche PET selbst.

Schlagworte
Chemie; Umweltbiotechnologie; Abfalltechnik;
Kunststoffabfälle; Kunststoffe; Polyethylenterephthalat; Recycling-Strategie;
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