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Parameter und Methoden zur Bestimmung einer gesunden Darmflora (Gut-Function)

Projektleitung
Gübitz Georg, Projektleiter/in
Kontaktperson:
Klose Viviane
Laufzeit:
01.01.2009-31.08.2012
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter*innen
Wegl Gertrude, Projektmitarbeiter/in (bis 14.04.2015)
Bayer Katharina, Projektmitarbeiter/in (bis 31.08.2012)
Sattler Verity Ann, Projektmitarbeiter/in (bis 01.11.2014)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Umweltbiotechnologie
Gefördert durch
BIOMIN Holding GmbH, Erber Campus 1, 3131 Getzersdorf, Österreich
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Die gastrointestinale Mikroflora, kurz Mikrobiota genannt, spielt bei einer Reihe von physiologischen, immunologischen, entwicklungs- und ernährungsrelevanten Prozessen eine große Rolle und beeinflusst dadurch die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Nutztieren aus der heutigen Tierproduktion. Nach dem europäischen Verbot der Fütterung von antibiotischen Leistungsförderern werden vermehrt mikrobielle Futtermittelzusätze zur Aufrechterhaltung bzw. Kontrolle der Mikrobiota eingesetzt, um die Tiergesundheit und Produktivität sicherzustellen. Zur Untersuchung ihrer Funktionalität sind in der Vergangenheit in der Tierernährung „nur“ die „leicht meßbaren“ Leistungsparameter wie Gewichtszunahme und Futterverwertung herangezogen worden. Da die Mikroorganismen jedoch primär einen Einfluss auf die intestinale Bakterienpopulation haben, ist der erste Schritt in der Aufklärung der Effekte die grundlegende Charakterisierung der Mikrobiota. Die kulturellen Methoden der Mikrobiologie bieten nur einen unvollständigen Einblick in das komplexe Ökosystem „Darm“. Im Rahmen dieses Projektes wird daher die Mikrobiota von Lebensmittel-liefernden Tieren mit molekularbiologischen Methoden untersucht. Ausgehend von Proben aus Darmchymus und Kot wird die Gesamt-DNA und –RNA der Bakteriengemeinschaften isoliert und die Bakterienzusammensetzung, -verteilung und -abundanz im Darmtrakt der Tiere mittels Denaturierender Gradientengelelektrophorese (DGGE) und quantitativer Polymerase Kettenreaktion (PCR) vertiefend analysiert. Auf dieser Grundlage können der Einfluß von physiologischen Faktoren (z.B. Fütterung, Absetzphase) auf die Mikrobiota der Nutztiere erfasst und zukünftig Strategien zum Erhalt der „funktionellen“ Darmflora effektiver abgeschätzt werden.
Schlagworte
Mikrobiologie; Molekularbiologie; Naturwissenschaften interdisziplinär; Lebensmitteltechnologie; Mikrobiologie; Tierernährung; Lebensmitteltechnologie; Ernährungswissenschaften;
Darmflora; Gesundheit; Molekularbiologie;
Publikationen

Klose, V (2010): Zwischenbericht und Zwischenabrechnung "Parameter und Methoden zur Bestimmung einer gesunden Darmflora" .

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Sensengasse 1, 1090 Wien, 14 Seiten

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