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Ökologie und Genetik von Pityogenes chalcographus

Projektleitung
Stauffer Christian, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.05.2009-30.04.2013
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner*innen
NAGREF-Forest Research Institute, Vassilika-Thessaloniki, Griechenland.
Kontaktperson: Dr. Dimitrios N. Avtzis ;
Funktion des Projektpartners: Partner
Sveriges lantbruksuniversitet, Alnarp Division of Chemical Ecology Department of Crop Protection Biology, Växtskyddsvägen 3, SE-230 53 Alnarp, Österreich.
Kontaktperson: Prof. Dr. Fredrik Schlyter;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Schuler Hannes, Projektmitarbeiter/in
Bertheau Coralie, Projektmitarbeiter/in (bis 01.09.2014)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz
Gefördert durch
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) , Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Der Kupferstecher Pityogenes chalcographus gehört zu den wichtigsten Schädlingen in eurasischen Fichtenstandorten. Versuche in der 1970er Jahren zeigten Unterschiede in der Kreuzungskompatibilität von Käfern verschiedener Herkünfte. Diese Befunde wurden als Hinweis auf eine Rassendifferenzierung infolge eiszeitlicher Trennungsereignisse interpretiert. Eine Analyse der mtDNA von P. chalcographus zeigte, dass die Populationen des Kupferstechers in zwei geographisch getrennte Gruppen in Nordost- und Mitteleuropa gegliedert sind. Zusätzlich wurden noch zwei weitere Gruppen gefunden, die in Italien und am Balkan vorkommen.

In einem ersten Teil des Projekts soll das Pheromonsystem der mitochondrialen Gruppen untersucht werden. Die isomeren Formen der Pheromonkomponenten Chalcogran (optisch) und Methyldecadienoat (geometrisch) des Kupferstechers sollen dabei mit Hilfe von Gaschromatographie und Massenspektrometrie analysiert werden. Bei der quantitativen Analyse der Pheromonkomponenten werden auch die unterschiedlichen Befallsphasen, das Gewicht und der Fettgehalt der einzelnen Käfer berücksichtigt. Weiters werden die mitochondrialen Gruppen des Kupferstechers für Kreuzungsversuche und Experimente zur Partnerdiskiminierungs bei der Paarung herangezogen um die prezygote und postzygote Inkompatibilität zu definieren. Die Kreuzungsversuche werden bis zur F2 durchgeführt um Effekte des Hybridzusammenbruchs abzuschätzen. Das dritte Ziel des Projekts ist es die europäischen Populationen mittels AFLP zu analysieren, um Einblick in das nukleare Genom zu erhalten.
Schlagworte
Forstentomologie; Forstschutz;
Chemische Ökologie; Molekulare Ökologie; Phylogeographie; Scolytinae; Verhaltensökologie;
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