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Strategieoptimierung im Forstbetrieb nach Windwurfereignissen durch Integration waldbaulicher und jagdlicher Maßnahmen – Teil Waldbewirtschaftung

Projektleitung
Hochbichler Eduard, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.02.2009-31.01.2012
Programm:
BRIDGE 1
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Mitarbeiter*innen
Weidl Christian, Projektmitarbeiter/in
Langmaier Magdalena, Projektmitarbeiter/in (bis 31.12.2019)
Hofmann Hubert, Projektmitarbeiter/in (bis 31.05.2013)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Waldbau
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft
Gefördert durch
Fürstlich Schwarzenberg'sche Famlienstiftung Vaduz, Forstbetrieb Murau, Österreich
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Seit vielen Jahrhunderten konkurrieren Mensch und Wildtier um die ihnen vom Wald und Flur bereit gestellten Ressourcen. Die immer größer werdende anthropogene Landnutzung und Bejagungsstrategien haben die meisten unserer Schalenwildarten fast gänzlich in den Lebensraum Wald zurückgedrängt und natürliche Regelmechanismen so stark gestört, dass gravierende Probleme entstehen konnten. Darüber hinaus stehen sich Wald- und Wildbewirtschaftung oft kontrovers gegenüber. Wichtige Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Umwelt wurden bisher zuwenig berücksichtigt, und so mangelte es folglich an ganzheitlichem, dynamischem (ökologischem) Denken und Handeln. Die vielseitige ökologische Verflechtung der Wildschadensproblematik (Mehrfachnutzung der Landschaft, Verminderung der Biotoptragfähigkeit für Schalenwild, überhöhte Schalenwildbestände bei zunehmend schwieriger werdender Bejagbarkeit des Wildes, Sanierungsbedürftigkeit des Schutzwaldes etc.) erfordert in Hinblick auf eine rasche und nachhaltige Problemlösung integrale und großräumig ansetzende Maßnahmenkombinationen (Reimoser 1996). Das Projektvorhaben zielt darauf ab, ein betrieblich orientiertes Entscheidungsuntersützungssystem für die Erarbeitung einer nachhaltigen Strategie zur integrativen Wald- und Wildbewirtschaftung unter Berücksichtung des Windwurfrisikos zu entwerfen. Grundlagen hierfür bilden zwei Module. In einem wildökologischen Modul werden die Habitateignung, die Wildschadensanfälligkeit und die Habitatnutzung durch Rotwild analysiert. Im waldbaulichen Modul werden die Grundlagen für die Waldverjüngung, Waldstruktur, Risikoanalyse und Handlungsalternativen erstellt. Beide Module werden in einem abschließenden Modul inhaltlich integriert, um das Gesamtbetriebsergebnis zu optimieren. Dazu werden dem Betrieb differenzierte Handlungsstrategien vorgeschlagen und eine den Zielen des Betriebes entsprechende Wildökologische Raumplanung entwickelt.
Schlagworte
Forstwirtschaft; Waldbau;
Forstliche Wirtschaftslehre; Forstökologie; Forstschutz; Forstwirtschaft; Ökologie der Tiere;
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