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Methodenentwicklung zur Hybridzüchtung bei Ölkürbis

Projektleitung
Bürstmayr Hermann, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2009-31.12.2013
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Projektpartner*innen
Saatzucht Gleisdorf GmbH., Am Tieberhof 33, 8200 Gleisdorf, Österreich.
Kontaktperson: DI Johanna Winkler;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Vollmann Johann, Sub-Projektleiter/in
Pachner Martin, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Biotechnologie in der Pflanzenproduktion
Institut für Pflanzenzüchtung
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Saatzucht Gleisdorf GmbH., Am Tieberhof 33, 8200 Gleisdorf, Österreich
Abstract
Die systematische Nutzung von Heterosis in der Züchtung von Ölkürbis befindet sich zurzeit noch in ihrer Anfangsphase. Die ersten Hybridsorten sind bereits auf dem Markt, jedoch müssen die Voraussetzungen für die Verlegung des Schwerpunktes in der Züchtung auf die Etablierung von Genpools, Selektion von Inzuchtlinien, Entwicklung von Methoden zur Ermittlung der besten Hybridkombinationen sowie die Sicherstellung der Erzeugung hochqualitativen Saatgutes noch geschaffen werden. Hybridsorten bieten neben höherem Ertragspotential auch größere Ertragsstabilität und gleichmäßigere Qualität. Bei allen Kulturpflanzen, bei denen die Produktion von Hybridsaatgut in großem Maßstab möglich ist, dominieren die Hybridsorten. Dies gilt für andere Cucurbitaceaen wie Gurken und Melonen aber auch für Zucchini, die ein Artgenosse des Ölkürbisses ist.
Das vorliegende Projekt hat zum Ziel die genetischen und methodischen Grundlagen für eine erfolgreiche Hybridzüchtung zu legen. Die vorhandene genetische Variabilität innerhalb des derzeitigen österreichischen Ölkürbisgenpools soll geschätzt werden. Ebenfalls soll die Bedeutung jener neuen Variabilität ermittelt werden, die durch die diversen intra- und interspezifischen Einkreuzungen im Rahmen verschiedener Programme in den letzten 10 Jahren entstanden ist, die der Einführung von Virusresistenzgenen und Fruchtfäuletoleranz diente und so diesen Genpool bereicherte. Dazu werden in erster Linie die parallel zu den praxisorientierten Aufgaben in laufenden Forschungsprojekten entwickelten neuen SSR Marker zum Einsatz kommen. Diese ca. 600 Marker sind bestens geeignet um genetische Distanzen zu schätzen, mit nützlichen Genen eng gekoppelte molekulare Marker zu finden, sowie Qualitätsparameter wie Reinheit und Hybridität des Zuchtmaterials zu bestimmen. Weiters werden diverse Möglichkeiten der Nutzung von männlicher Sterilität in der Hybridsaatgutproduktion getestet. Neben diesen auf das neue Projekt bezogenen Aufgaben, müssen jedoch auch solche fortgeführt werden, die im Vorprojekt noch nicht abgeschlossen werden konnten, wie die Stabilisierung der Resistenz gegen das Gurkenmosaikvirus und die Fruchtfäuletoleranz im Ölkürbis-Inzuchtlinienmaterial.
Schlagworte
Pflanzenzucht; Saatzucht;
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