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Wald - Wasser - Weinviertel

Projektleitung
Grabner Michael, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.09.2010-31.08.2012
Programm:
Sparkling Science Fellowship
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner
Universität Wien, Institut für Geographie, Wien, Österreich.
Kontaktperson: FRanz Holawe;
Funktion des Projektpartners: Partner
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Hohe Warte 38, 1190 Wien, Österreich.
Kontaktperson: Reinhard Böhm;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Mursch-Radlgruber Erich, Projektmitarbeiter/in
Laaha Gregor, Projektmitarbeiter/in
Schwarzl Ingeborg, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Angewandte Statistik und EDV
Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe
Institut für Meteorologie
Gefördert durch
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Minoritenplatz, 1010 Wien, Österreich
Abstract
WALD – WASSER – WEINviertel

Niederschlagsvariabilität und ihre Auswirkung auf Wälder und landwirtschaftliche Ernte im Weinviertel in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

WASSER
… und seine Verfügbarkeit sind wichtige Faktoren für die jährliche Entwicklung von Pflanzen. Das Weinviertel gehört aber zu den trockensten und wärmsten Gebieten Österreichs. Die Trockenperioden sind häufig und werden mit fortschreitendem Klimawandel wohl noch häufiger. 2003 ist als extremes Trockenjahr noch in Erinnerung. Diese Trockenphasen sind in der Vegetation ablesbar, besonders im …

WALD
…, denn ein Baum produziert jedes Jahr einen Jahrring und dessen Breite ist von der verfügbaren Wassermenge abhängig: viel/wenig Wasser – breiter/schmaler Ring. Im Holz eines Baums ist daher die Klimageschichte seines Lebens konserviert und die ist so charakteristisch für eine Region, dass man sie mit anderen Bäumen vergleichen kann – auch von bereits toten Artgenossen, die irgendwo am Dachboden eines alten Bauernhauses oder Schlösschens erhalten sind. Wichtig ist dabei, dass sich die Lebenszeit von lebendem und totem Baum überlappen. Dann kann man eine Jahrringchronologie aufbauen (die Klima-Lebensgeschichte vieler Bäume zusammenhängen) und erhält damit indirekt jahrgenau aufgelöste Informationen über den Niederschlag, die über die Zeit meteorologischer Messungen hinausgehen. Im …

WEINviertel
… wird der Wald flächenmäßig vom Wein übertroffen. Der Wein enthält aber auch Informationen über das Wetter seines Jahrgangs. Sie stecken in seinem Lesezeitpunkt, in der Erntemenge und in seiner Qualität – und weil der Wein immer große Bedeutung für die Menschen hatte, gibt es historische Aufzeichnungen darüber. Anders als der Wald enthält er aber Informationen über die Temperatur im Jahr seiner Lese.

Die Kombination von Jahrringen und Weinlese zur Rekonstruktion der Klimageschichte einer Region ist neu und erfordert die Zusammenarbeit mehrerer Wissenschaftsdisziplinen. Die Erkenntnisse daraus sind relevant für Gegenwart und Zukunft – und die SchülerInnen des BORG und der LFS Mistelbach (zukünftige WinzerInnen, FörsterInnen, WissenschafterInnen und WeinviertlerInnen) sind hautnah dabei.
Schlagworte
Klimatologie; Weinbau; Forstwirtschaft; Holzforschung;
Dendrochronologie; Dendroklimatologie; Klimarekonstruktion; Trockenperiode; Wein;
Publikationen

Karanitsch-Ackerl, S; Grabner, M; Holawe, F; Laaha, G (2014): Tree rings as a tool for reconstructing historic droughts in northeastern Austria.
[HYPER Droughts: Hydrological Precipitation Evaporation Runoff Droughts - Book of Abstracts of the 6th EGU Leonardo Conference, Prague, 13-14 Nov 2014]

In: Vizina, A. & Laaha, G. (Eds.), HYPER Droughts: Hydrological Precipitation Evaporation Runoff Droughts - Book of Abstracts of the 6th EGU Leonardo Conference, 13-14 Nov 2014, Prague, Czech Republic , 139 p

Vorträge
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