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Entwicklung von neuen molekulardiagnostischen und massenspektrometrischen Methoden zur Sicherung landwirtschaftlicher Produkte

Projektleitung
Krska Rudolf, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.10.2009-30.09.2014
Programm:
Technopol-Forschungsprogramm Niederösterreich
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner*innen
Technische Universität Wien, Institut für Verfahrenstechnik, Getreidemarkt 9/166-2, 1060 Wien, Österreich.
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Berthiller Franz, Projektmitarbeiter/in
Sulyok Michael, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomics
Gefördert durch
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Landhausplatz 1, A-3109 St. Pölten, Österreich
Abstract
Die Lebensmittelsicherheit steht in der Europäischen Union weit oben auf der Prioritätenliste. Seit dem Jahr 2000 werden die strengen Vorschriften der EU noch weiter verschärft, um zu gewährleisten, dass die Lebensmittel der Europäer so sicher wie möglich sind (http://europa.eu.int/pol/food). Im Zuge dieses Projektes soll die kommerzielle Verwertung von quantitativer PCR Technologie für die Landwirtschaft, sowie für die Lebens- und Futtermittelindustrie vorbereitet werden. Um dies zu ermöglichen wird die neue Technologie in enger Kooperation zwischen der Universität für Bodenkultur und der Technischen Universität Wien am Analytikzentrum des IFA-Tulln entwickelt und optimiert. Eine wesentliche Stärke des vorgeschlagenen Projektes liegt in der erstmaligen, groß angelegten Korrelationsstudie zwischen PCR-Daten und massenspektrometrisches Analyse, die auch maskierte – bisher nicht erfasste – Formen der Schimmelpilzgifte berücksichtigt. Zur Durchführung dieser Vergleichsmessungen zwischen PCR und Referenzanalytik ist die Entwicklung einer neuartigen, hochsensitiven Multitoxinmethode für die Massenspektrometrie notwendig. Mithilfe der LC-MS/MS Technik soll auch das Ausmaß der in den Proben enthaltenen konjugierten ("maskierten") Toxinen, wie etwa DON-3-Glukosid erfasst werden. Die Verwendung von 13C markierten internen Standards, die im Zuge des beantragten Projektes weltweit erstmalig für zahlreiche Toxine zum Einsatz kommen werden, garantieren die akkurate Erfassung von allen relevanten Schimmelpilzgiften – freie und maskierte Formen – in einer einzigen Analyse. Die erstmalige Berücksichtigung dieser gebundenen Toxine kann zu einer verbesserten Korrelation zwischen der PCR Methode und der etablierten Referenzmethode beitragen. Dieses Wissen um den Zusammenhang zwischen allen gebildeten Toxinen und den PCR ermittelten Pilzmengen stellt die Basis für spätere Anwendungen dar.
Durch enge Zusammenarbeit mit laufenden Projekten Standort Tulln soll ausreichend Know-how angesammelt werden, um in den nächsten fünf Jahren die wissenschaftlichen Grundlagen für PCR Analytik landwirtschaftlicher Produkte zu erarbeiten und damit die Basis zur Gründung eines Spin-off Unternehmens (Arbeitstitel "BioTrac") zu schaffen. Zur Erreichung der im Antrag definierten Forschungsziele wurde das Projekt in sechs Module gegliedert. Fünf Module widmen sich ausschließlich der wissenschaftlichen Entwicklung von neuartigen PCR- und Massenspektrometriemethoden. Das sechste Modul soll andere etablierte PCR Methoden an den Standort bringen und in enger Verknüpfung mit dem bestehenden Christian Doppler Pilotlabor für Allergennachweise weiter optimieren.
Schlagworte
Landwirtschaftlich-chemische Untersuchungen;
Massenspektrometrie; PCR;
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