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Klimaänderung und Douglasienanbau in Österreich

Projektleitung
Hasenauer Hubert, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.10.2010-31.03.2018
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter/innen
Putzhuber Friedrich, Projektmitarbeiter/in (bis 01.07.2014)
Van Loo Marcela, Projektmitarbeiter/in (bis 31.03.2017)
Hintsteiner Wolfgang, Projektmitarbeiter/in (bis 28.01.2014)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Waldbau
Gefördert durch
FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft, Bereich 2: Kooperation Wissenschaft / Wirtschaft (TIG), Grillparzerstr. 7, A-1010 Wien, Österreich
Abstract
Idee des Forschungsvorhabens ist es, die in Österreich bestehenden Douglasienbestände hinsichtlich Ihrer genetischen Zusammensetzung, Variabilität und Struktur zu untersuchen. Anders als bei klassischen Provenienzversuchen soll nicht getestet werden, welche der Douglasienherkünfte für Standorte in Österreich geeignet sind, sondern es sollen die bereits in Österreich zum Teil seit mehr als über 100 Jahre bestehenden Douglasienbestände analysiert werden. Zu diesem Zweck sind die genetischen Eigenschaften von den standörtlichen Eigenschaften zu trennen.

Konkret sind folgende Fragen von Interesse:
genetische Untersuchungen zum Unterscheiden der Küsten- und Inlandsformen: Als genetische Marker werden hier hochvariable nukleare Mikrosatellitenmarker getestet.
genetischer Struktur und Diversität: Diese wird ebenfalls mit Hilfe von neutralen Mikrosatellitenmarkern (syn. SSR-simple sequence repeats) bestimmt. Mikrosatelliten sind kurze, nicht kodierende DNA-Sequenzen, die im Genom eines Organismus oft wiederholt werden. Die Anzahl der Wiederholungen unterscheidet sich bei einzelnen Individuen.
Standorts- und Bestandesbeschreibungen der ausgewählten Douglasienbeständen: Bodenanalysen sowie Bestandesaufnahmen sind durchzuführen um das Wachstum in Abhängigkeit vom Standort beschreiben zu können.
Modellierung bzw Impactstudie
Zu diesem zweck wird unser Stoffkreislaufmodell für Douglasie adaptiert und für Sensitivitätsstudien bzw. Adaptierungsszenarien verwendet.

Erwartete Ergebnisse:
Charakterisierung der in Österreich derzeit bereits bestehenden Douglasienbestände hinsichtlich Zusammensetzung, genetischer Variabilität und Diversität
Unterscheidung von standörtlichen bzw. genetischen Einflüssen auf das Wachstum und Bewirtschaftungsrisiko der bestehenden Douglasienbestände in Österreich (Was ist der Effekt des Standortes bzw. der Effekt der Genetik)
Welche Douglasienbestände sind demnach für eine Vermehrung auf welchem Standort geeignet.
Adaptierung eines Stoffkreislaufmodells für Douglasie zur Abschätzung der wirtschaftlichen Risiken in Abhängigkeit von der genetischen Herkunft der Douglasie, des Standortes und der sich möglicherweise ändernden klimatischen Verhältnisse.
Schlagworte
Waldbau;
Douglasie; Genetik; Klimawandel;
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