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GREENNET - Förderung des ökologischen Netzwerks im Grünen Band Europas

Projektleitung
Seher Walter, BOKU Projektleiter/in
Kontaktperson:
Grossauer Franz
Laufzeit:
01.04.2011-30.09.2014
Programm:
Central Europe Programme
Art der Forschung
Angewandte Forschung
Mitarbeiter/innen
Grossauer Franz, Projektmitarbeiter/in
Hofbauer-Schmidl Barbara, Projektmitarbeiter/in (bis 30.06.2014)
Abart-Heriszt Lore, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB)
Gefördert durch
European Regional Development Funds (ERDF) , Europäische Union
Abstract
Das Konzept des vorliegenden Projektes "GREENNET" basiert u.a. auch auf den Ergebnissen des bereits abgelaufenen INTERREG III B CADSES Project GreenBelt. Im Zuge dieses Projektes ist es insbesondere gelungen, im Rahmen einer Lückenanalyse solche Gebiete innerhalb des Grünen Bandes zu identifizieren, die für den Netzwerkcharakter des Grünen Bandes von herausragender Bedeutung sind. Daneben konnte festgestellt werden, dass von den analysierten 2000 Kilometern nur rund 50% durch europäische oder nationale Schutzgebiete mit hohem Schutzcharakter geschützt werden. Somit wurden im Rahmen von GreenBelt auch viele Gebiete identifiziert, die trotz eines besonderen Wertes für das ökologische Netzwerk, nicht oder nur schwach geschützt sind. Ohne weitere detaillierte Spezifizierungen empfiehlt GreenBelt hierbei die zukünftige Entwicklung und Anwendung von neuen und innovativen Handlungsansätzen aus den Bereichen Naturschutz, ländliche Entwicklung und Landmanagement, um auch diese Nicht-Schutzgebiete in einen europäischen Biotopverbund mit einzubauen und als „Trittsteine“ im GrünenBand zu sichern.
GREENNET greift die bisher verfolgten Ansätze auf, stellt aber formelle Planungs- und Ordnungsinstrumente sowie informelle Gestaltungs- und Kooperationsinstrumente aus den Bereichen Naturschutz und ländliche Entwicklung in den Mittelpunkt der Arbeit. Im Sinne einer stärkeren Kooperation und Moderation von Raumnutzungsansprüchen in Nicht-Schutzgebieten werden besonders die informellen Instrumente des Flächenmanagements und voluntär-partizipative Ansätze der Bürgerbeteiligung als Beitrag zur Schaffung eines Biotopverbundes analysiert und pilothaft in vier Modellregionen untersucht. Angesichts der oft geringen Akzeptanz einer Ausweisung von neuen Schutzgebieten auf regionaler und lokaler Ebene in Politik und Gesellschaft, sollen besonders die informellen Instrumente wie z.B. Ökopools, innovatives Kompensationflächenmanagement oder freiwillige Selbstverpflichtungen betrachtet und deren Mehrwert für die Entwicklung dargestellt werden.
Einen weiteren Scherpunkt der Arbeit bilden Instrumente aus dem Bereich der freiwilligen, partizipativen Bürger- und Akteursbeteiligung. In den betrachteten Nicht-Schutzgebieten kommen diesen informellen und voluntär-partizipativen auf Grund von fehlenden formellen Ordnungs- und Regelungsinstrumenten besondere Bedeutung zu, um den Charakter eines ökologischen Netzwerkes zu sichern.
Hauptziel des Projektes ist die Schaffung und Sicherung eines ökologischen Netzwerkes im Rahmen des zentraleuropäischen Grünen Bandes als Symbol für Naturschutz, nachhaltige Entwicklung in Zentraleuropa.
Schlagworte
Naturschutz(-forschung) ; Raumplanung; Landschaftsökologie; Kulturlandschaftsforschung;
Publikationen

Lore ABART-HERISZT, Barbara HOFBAUER-SCHMIDL (2012): Das Grüne Band - ein Biotopverbundsystem als Symbol für ein vereintes Europa.

In: Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung (IRUB), Universität für Bodenkultur Wien, Stadt und Land im Fluss. Wege in eine zukunftsfähige Raumentwicklung. Festschrift für Gerlind Weber zum 60. Geburtstag, 250; Eigenverlag des IRUB, Wien.

Vorträge

Weber, G. (2012): The Green Belt - A green band unifying Europe.

Ecological Regional Development, 3rd Workshop of the Regional Studies Association, JUN 7-8, 2012, Luxembourg

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