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Erschließung und Anpassung des ANAStrip®-Verfahrens zur N-Rückgewinnung für Kläranlagen mit Klärschlammfaulung

Projektleitung
Fuchs Werner, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.04.2011-05.02.2014
Programm:
COIN Cooperation & Innovation - Programmlinie Kooperation & Netzwerke
Art der Forschung
Experimentelle Entwicklung
Projektpartner*innen
AIM Technical Solutions, Atterseestraße 56, 4850 Timelkam , Österreich.
Kontaktperson: Martin Hubweber;
Funktion des Projektpartners: Partner
GNS – Gesellschaft für Nachhaltige Stoffnutzung mbH, Weinbergweg 23, 06120 Halle/Saale, Deutschland.
Kontaktperson: Dr. Ute Bauermeister;
Funktion des Projektpartners: Partner
HIPI Zivilitechniker GmbH, Salzburger Strasse 23, 4840 Vöcklabruck, Österreich.
Kontaktperson: DI Walter Perathoner;
Funktion des Projektpartners: Partner
SSM Technology, Paul-Jerchel-Straße 2 , 14641 Nauen, Deutschland.
Kontaktperson: Dr. Thomas Meier;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Umweltbiotechnologie
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Eigenfinanzierung - Department für Agrarbiotechnologie, IFA-Tulln, Konrad-Lorenz-Straße 20, 3430 Tulln, Österreich
Abstract
Ziel ist die Erschließung neuer Anwendungsfelder eines innovativen Verfahrens zur Stick-stoff-Entfernung und –Rückgewinnung, welche erst durch die gemeinsame Entwicklung in einem fach- und länderübergreifenden Netzwerk möglich wird, und in dem die Partner ge-meinsam alle Bereich der Wertschöpfungskette für die Produktentwicklung abdecken.

Das ANAStrip-Verfahren, welches zur Behandlung und Nährstoffrückgewinnung von Gär-resten aus Biogasanlagen entwickelt wurde, soll für die Behandlung von Klär- bzw. Faulschlamm aus Kläranlagen technologisch so angepasst werden, dass ein vermarktungsfähiges und wirtschaftlich interessantes Produkt zur Vermeidung von Kosten in der kommunalen Abwassertechnik entsteht. Hierbei wird ein Technologietransfer von den Unternehmen der Verfahrensentwicklung aus Deutschland zu den Unternehmen in Österreich mit langjährigen Kernkompetenzen im industriellen Anlagenbau und in der Klärwerkstechnik stattfinden, der die Innovations- und Wirtschaftskraft dieser Unternehmen stärkt. Die Untersuchung erfolgt unter Einbeziehung von zwei Kläranlagenbetreibern als Kooperationspartner außerhalb des Netzwerkes, so dass ein unmittelbarer Praxisbezug gegeben ist. Durch eine wissenschaftliche Begleitung von der Universität für Bodenkultur Wien, IFA-Tulln, Inst. f. Umweltbiotechnologie wird die wissenschaftliche Fachkompetenz gestärkt.

Durch Rückgewinnung von Ammonium-Stickstoff aus Klär- bzw. Faulschlamm können die N-Rückbelastungen in Klärwerken mit hoher N-Fracht vermieden und damit verbundene Kosten reduziert werden. Zusätzlich wird anstelle des Verlustes an Düngestickstoff, der in der Kläranlage zu N2 umgewandelt wird, ein hochwertiger konzentrierter N-Dünger erzeugt, der weitgehend emissions- und verlustfrei von den Pflanzen genutzt wird. Damit können zugleich erhebliche N-Emissionen und Auswaschungsverluste bei der Ausbringung des Klärschlamms auf landwirtschaftlichen Flächen vermieden und damit ein wirkungsvoller Beitrag zur Erreichung der EU-weiten Emissionsminderungsziele klimarelevanter Gase geleistet werden.
Schlagworte
Technische Chemie; Mikrobiologie; Umweltschutz; Reaktortechnik;
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