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Chemische Modifizierung an Kurzfasern

Teilprojekt zu: Future Lignin and Pulp Processing Research (FLIPPR) (FLIPPR)

Projektleitung
Henniges Ute, BOKU Projektleiter/in
Laufzeit:
01.03.2013-31.03.2017
Programm:
COMET - K1-Zentren
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Mitarbeiter/innen
Odabas Nora, Projektmitarbeiter/in (bis 31.03.2017)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Abteilung für Chemie nachwachsender Rohstoffe (Chemie NAWARO)
Abteilung für Organische Chemie
Gefördert durch
FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Das Ziel des Projekts "chemische Modifikation an Kurzfasern" besteht darin, die Möglichkeiten zur Aufwertung von Faserfraktionen und Fasernebenströmen in wertvolle Materialien zu überprüfen, anstelle sie als Abfall oder als minderwertigen Füllstoff zu verwenden. Diese Aufwertung soll auf verschiedenen Oberflächenmodifizierungen beruhen. Die oberflächenmodifizierten Kurzfasern sollen entweder in den Prozess der Blattbildung zurückgeführt werden, um dort dem Endprodukt positive Eigenschaften zu verleihen (Festigkeitseigenschaften, Faser-Faser-Bindung, eine verbesserte Retention von Füllstoffen) oder als neuartige Materialien mit besonderen Eigenschaften verwendet werden, wie z.B. Geliermittel oder polymere Füllstoffe in innovativen Verbundwerkstoffe. In den Teilprojekten werden drei Arten der Modifikation untersucht und ausgewertet (Hydrophilisierung, Hydrophobierung oder Funktionalisierung). Die an der Oberfläche hydrophilisierten Produkte (mikrofibrillierte oder mit zusätzlichen Carboxylgruppen) werden voraussichtlich die Faser-Faser-Bindung und die mechanischen Eigenschaften des Papiers verbessern. Abgesehen von der Papierherstellung, können Kurzfasern zu innovativen Produkten verarbeitet werden, die als wertvolle Füllstoffe in wasserlöslichen Polymere oder Geliermittel mit außergewöhnlich hohen Wasserbindungskapazitäten eingesetzt werden können. Die oberflächenaktiven, hydrophobisierten Kurzfasern können bei der Papierbeschichtung als partieller Ersatz von Leimungsmitteln getestet werden. Weitere Anwendungen sind die Verwendung als Säulenmaterial für Trennverfahren. Funktionalisierung durch Vernetzen kann verbesserte mechanische Eigenschaften durch kovalente Bindungen zwischen den Fasern verleihen.
Schlagworte
Polymerchemie;
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