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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Anja Kohout (2018): Einfluss der Topfform auf das Pflanzenwachstum bei Hortensien, Rhododendren und Tomaten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Gartenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 77. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ressourcenschonend zu wirtschaften, bei gleichzeitigem Einsatz von hoher Material- und Arbeitsqualität, nimmt heutzutage einen immer größeren Stellenwert ein. Ein Topfsystem in dem sich die Wurzeln auf kleinstem Raum optimal entwickeln, ist daher essentiell. Das in dieser Arbeit, bereits im zweiten Jahr, untersuchte Topfsystem der Firma „WaLu-Schalen“ (Wasser-Luft-Schalen) besteht aus Tontöpfen, welche eine Ausstülpung an jeder Innenseite aufweisen. Diese sogenannten Lamellen sollen dafür sorgen, dass sich mehr Feinwurzeln und weniger Ringwurzeln bilden, die Pflanzen kleiner, aber produktiver und gesünder, bleiben. Zudem haben Tontöpfe einen positiven Einfluss auf das Wasserregime und die Wurzelbildung. Wasser kann durch die Poren im Ton an allen Seiten nach außen verdunstet werden. Die Wurzeln folgen dem Wasser dementsprechend nach allen Seiten hin. Ferner kann es zu einem „air-pruning“-Effekt kommen: Dabei sterben die Wurzelspitzen bei Luftkontakt ab und die Seitenwurzelbildung wird angeregt. Dies wird durch zahlreiche Luftschlitze im Topfboden begünstigt. Die Tomatenpflanzen werden bereits im zweiten Jahr untersucht. Doch lässt sich hier auch nur eine statistisch nicht belegbare Tendenz, bezogen auf die Wurzelmasse und das Wurzelvolumen, erkennen. Die in den Töpfen mit Lamellen gewachsenen Pflanzen weisen mehr Wurzelmasse und -volumen auf. Die Sorte ‘Roma‘ zeigt keine signifikante Variation. Die Wurzel- und Sprossanalysen der Rhododendren gibt eine Tendenz zu längeren Wurzeln bei der Variante mit Lamellen wieder. Die Hortensien der Variante ohne Lamellen wiesen in allen überprüften Punkten bei der Wurzelanalyse höhere Werte auf, als jene Pflanzen der Variante mit Lamellen. Es bedarf weiterer Versuche zur Klärung, welche Arten, wie auf die Lamellen reagieren. Abschließend muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Töpfe optisch sehr ansprechend sind, jedoch ein enormes Gewicht aufweisen. Strebt man eine Massenverwendung in Produktionsbetrieben an, so muss die Materialart abgeändert werden.

Beurteilende(r): Keutgen Anna
1.Mitwirkender: Keutgen Norbert

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