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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Melanie Buchberger (2019): Wirkungen verschiedener Faserquellen auf histologische Parameter im Intestinaltrakt von Mastschweinen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie (TTE), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 56. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen von drei verschiedenen Faserquellen auf die Darmmorphologie von Mastschweinen zu untersuchen. In diesem Zusammenhang wurden 60 Schweine der Kreuzung ((Edelschwein x Landrace) x Pietrain, ÖHYB) randomisiert nach Geschlecht, Wurf und Gewicht auf 4 Versuchsgruppen (Kontrollgruppe ohne Faserzusatz, Futtergruppe Lignocellulose, Futtergruppe Pilzmycel, Futtergruppe Maiskleberfutter) aufgeteilt. Die Rationen wurden iso-kalorisch und mit demselben Gehalt an standardisiert ileal verdaulichen (SID) essentiellen Aminosäuren kalkuliert. Im Jejunum führte der Einsatz von Lignocellulose im Vergleich zum Pilzmycel zu einer erhöhten Anzahl an blauen Becherzellen in den Zotten. Außerdem war die Kryptenfläche bei der Versuchsgruppe mit Zusatz von Lignocellulose im Vergleich zur Gruppe mit Pilzmycel und dem Maiskleberfutter am größten (p<0,05). Die Supplementierung von Lignocellulose neigte dazu, die Länge der Zotten im Vergleich zu den mit Pilzmycel gefütterten Schweinen zu erhöhen (p<0,1). Im Ileum hatte die Kontrollgruppe eine signifikant höhere Anzahl von blauen Becherzellen in den Zotten als die Versuchsgruppe mit Maiskleberfutter (p<0,05). Schweine, die mit dem Pilzmycel gefüttert wurden, zeigten eine dickere Mucosa im Vergleich zu denen, die Maiskleberfutter als Faserquelle bekamen (p<0,05). Im Dickdarm wurde durch den Pilzmyceleinsatz eine signifikant dickere Muscularis im Vergleich zum Lignocelluloseeinsatz nachgewiesen (p<0,05). Die Tiefe der Krypten war tendenziell höher bei Schweinen, die mit dem Pilzmycel gefüttert wurden, im Vergleich zu Schweinen, die mit Lignocellulose gefüttert wurden (p<0,1). Die Anwendung der verschiedenen Faserquellen beeinflusste die Darmmorphologie in allen untersuchten Abschnitten. Unterschiede wurden zwischen der Kontrollgruppe und den mit Faser zugesetzten Gruppen beobachtet. Weiters zeigten sich Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Faserquellen.

Beurteilende(r): Schedle Karl
1.Mitwirkender: Schwarz Christiane

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