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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Andreas Brait (2020): Energieeffizienz und CO2-Bilanz konventioneller und alternativer Antriebstechnologien.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verfahrens- und Energietechnik (IVET), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 68. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Masterarbeit gibt einen Überblick über die Energieeffizienz und die CO2-Bilanz von Diesel-, Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen. Um die emittierten CO2-Emissionen der Fahrzeuge zu berechnen, sind die Bereiche der Rohstoffbereitstellung, Fahrzeugproduktion, Treibstoffherstellung und Fahrbetrieb herangezogen worden. Des Weiteren wurde ein Vergleich dieser Antriebssysteme in drei europäischen Ländern (Österreich, Polen und Italien) vorgenommen. Bezogen auf das Argument der Dekarbonisierung und Elektrifizierung des Verkehrssektors sind neben dem derzeitigen üblichen Treibstoffgewinnungsverfahren für Diesel- und Brennstoffzellenfahrzeuge auch Wasserstoff aus Elektrolyse und synthetischer Dieselkraftstoff in Betracht gezogen worden. Es zeigt sich grundsätzlich, dass Fahrzeuge, deren Treibstoff aus Strom gewonnen wird, in Ländern mit einem CO2-armen Strom-Mix eine geringere Emissionsmenge pro Kilometer emittieren als in Ländern mit einem CO2-reichen Strom-Mix. Danach entscheidet sich auch, ob Fahrzeuge, deren Kraftstoff auf fossiler Basis besteht, als umweltfreundlich gelten oder nicht. Neben dem CO2-Fußabdruck eines Strom-Mix ist im Weiteren auch die Herstellung der Fahrzeuge ein relevanter Umweltfaktor. Aufgrund des Akkumulators in einem batteriebetriebenen Fahrzeug (BEV) sowie der Brennstoffzelle und des Wasserstofftanks in einem Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV) verursachen diese Antriebstechnologien deutlich mehr CO2-Emissionen bei der Produktion als ein Dieselfahrzeug. Um diese Fahrzeugtechnologie als umweltfreundlichste Variante zu bezeichnen, muss, aufbauend auf den länderspezifischen Strom-Mix, eine bestimmte Fahrleistung geleistet werden, wodurch deren CO2-Rucksack aus der Herstellung reduziert werden kann. Wird ein Fahrzeug jedoch nur wenig genutzt und erreicht das kalendarische Ende deutlich unter einer Fahrleistung von 100.000 km ist das konventionell betriebene Dieselfahrzeug die bessere umweltrelevante Alternative.

Beurteilende(r): Pröll Tobias
1.Mitwirkender: Kral Iris
2.Mitwirkender: Wöß David

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