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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Ljubica Petrina (2011): Untersuchungen zur Verbesserung des Nachweises von Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis an Tomaten-Jungpflanzen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Garten-, Obst- und Weinbau (IGOW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 53. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Bakterienwelke der Tomaten führt weltweit zu erheblichen Ertragsverlusten. Es ist einQuarantäneorganismus. Der Nachweis von Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis ist an Tomatenjungpflanzen nicht immer möglich. Das Pathogen vermehrt sich sehr langsam und Symptome sind in der Regel erst bei der Bildung der ersten Früchte zu sehen. Da offenbar der Gehalt der Bakterien in den Jungpflanzen zu gering ist, um sie mit den derzeit praxisüblichen ELISA-Tests nachzuweisen, galt es, die Bakteriendichte zumindest auf die Nachweisgrenze der ELISA- Tests anzuheben. Zunächst wurden Tomatenjungpflanzen im DC-Stadium 23 mit verschieden konzentrierten Bakterienlösungen künstlich inokuliert. Anschließend wurden Blätter und Stängel getrennt untersucht. Die Ergebnisse aus den Blattproben waren jedoch in den Kontrollvarianten (8x108 cfu/ml) stets negativ, jene aus den Stängeln immer positiv. Daher wurden für die weiteren Untersuchungen nur mehr die Stängel der Jungpflanzen verwendet. Es wurden drei Grundverfahren alleine und in verschiedener Kombination untereinander angewendet, um den Gehalt der Bakterien im Presssaft der Pflanzen anzureichen, z. B. bebrüten bei Temperaturen 20 und 26 ºC, filtrieren und zentrifugieren. Als Kontrolle diente der Test direkt aus dem Pflanzensaft einer künstlich inokulierten Pflanze. Proben für den Nachweis mittels ELISA wurden 3, 5 und 7 Tage nach künstlicher Inokulation genommen. Von allen Varianten waren bereits bei einer inokulierten Bakterienkonzentration von 1,2 x 10 cfu/ml bei einer Probenahme 3 Tage nach Inokulation und einer Bebrütung des Presssaftes bei 20 ºC (16 Stunden), ein Filtrat dieses Presssaftes ebenfalls bei Inkubation bei 20 ºC (16 Stunden) sowie Filtrat + Zentrifugat bei 20 ºC (16 Stunden) als auch das Zentrifugat alleine bei 20 ºC (16 Stunden) im ELISA-Test positiv. Es konnte damit der Bakterientiter von eventuell in Jungpflanzen vorhandener Bakterien auf die Nachweisgrenze des ELISA–Tests erhöht werden. Darüber hinaus gelang es auch einen Nachweis von Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis aus Jungpflanzen des DC- Stadiums 23 mittels PCR direkt aus Pflanzen zu führen. Die kostengünstigere Variante zur Testung von Tomatenjungpflanzen auf Befall durch Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis stellt der ELISA-Test dar.

Beurteilende(r):

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