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Behandlung von Prozesswässern aus der Schlammbehandlung mittels Deammonifikation für kleine bis mittlere kommunale Kläranlagen

Projektleitung
Ertl Thomas, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.03.2015-28.02.2017
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner*innen
ARA Consult GmbH, Unterbergerstrasse 1, 6020 Innsbruck, Österreich.
Kontaktperson: Dr. Bernhard Wett;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter*innen
Fuchs Werner, Projektmitarbeiter/in
Kropitz Friedrich, Projektmitarbeiter/in (bis 31.07.2022)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz
Institut für Umweltbiotechnologie
Gefördert durch
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Stubenbastei 5, 1010 Wien, Österreich
Abstract
Im Rahmen der Steigerung der Energieeffizienz und der Erhöhung der Anlagenkapazität wird die biologische Deammonifikation für die Behandlung von Prozesswässern aus der Schlammbehandlung bereits auf verschiedenen Kläranlagen in Österreich eingesetzt und stellt eine zukunftsträchtige Technologie zur alternativen Nährstoffentfernung dar. Derzeit bleibt die Anwendung des Verfahrens allerdings auf große Anlagen beschränkt, da die Betriebsführung verfahrenstechnisch komplex und störungsanfällig ist und daher nur auf Anlagen mit entsprechender personeller und infrastruktureller Kapazität bewältigt werden kann. Der mögliche Anwendungsbereich des grundsätzlich sehr leistungsfähigen Verfahrens geht allerdings wesentlich weiter und umfasst eine große Anzahl kleinerer Anlagen. Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung der Deammonifikation für die effiziente Prozesswasserbehandlung auf kleineren bis mittleren Kläranlagen in Österreich (ab Faulungsgrenze mit ca. 10.000-20.000 EW Ausbaugröße, siehe unten). Die Neuentwicklung soll insbesondere ein kompaktes, anwenderfreundliches Verfahren ergeben, welches sich durch seine hohe Leistungsfähigkeit, die leichte Nachrüstbarkeit auf bestehenden Anlagen und die Vermeidung von klimarelevanten Emissionen auszeichnet. Der Forschungsansatz beruht auf der Weiterentwicklung der bisher angewandten Verfahrensführungen durch verbesserte Reaktorkonfiguration, Biomasserückhalt und Mess- Steuerung und Regelung (MSR). Bekannte bisherige Probleme bei Großanlagen werden gezielt vermieden. Damit wird die Prozessstabilität erhöht, geringere klimarelevante Emissionen erreicht und die Anwendungsfreundlichkeit gegeben.
Schlagworte
Umweltforschung; Abwasserreinigung; Bioprozesstechnik; Energieeinsparung;
Abwasserreinigung ; Anammox; Deammonifikation; Nitritation; Prozesswasserbehandlung ; Rückbelastungsverminderung ;
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