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Österreichische Waldbrandinititative II

Projektleitung
Vacik Harald, Projektleiter/in
Laufzeit:
15.12.2015-31.10.2019
Programm:
Bund-Bundesländer-Kooperation (BBK)
Art der Forschung
Angewandte Forschung

Weitere Informationen: fire.boku.ac.at

Mitarbeiter/innen
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Waldbau
Gefördert durch
MA 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, Volksgartenstraße 3, 1016 Wien, Österreich
Amt der Burgenländischen Landesregierung, Hartlsteig 2, 7000 Eisenstadt, Österreich
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Entenplatz 1, 8020 Graz, Österreich
Amt der Salzburger Landesregierung, 5020 Salzburg, Österreich
Amt der Oberösterreichischen Landesregierung, Kärntnerstraße 12, 4020 Linz, Österreich
Amt der Kärntner Landesregierung, Arnulfplatz 1, 9020 Klagenfurt, Österreich
Amt der Tiroler Landesregierung, Eduard- Wallnöfer- Platz 3, 6020 Innsbruck, Österreich
Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landhaus, 6901 Bregenz, Österreich
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Stubenring 1, A-1012 Wien, Österreich
Abstract
Im Rahmen von AFFRI II sollen aktuelle Fragen der Waldbrandforschung behandelt, und wichtige Fragen zur Prävention, Vorhersage und Behandlung von Waldbrandflächen beantwortet werden. Für eine langfristige und nachhaltige Lösung werden im Rahmen einer Bund-Länder-Kooperation folgende Aktivitäten und Forschungsschwerpunkte durchgeführt:

Während des Projektes sollen aktuelle und historische Waldbrände und deren Charakteristika erhoben werden. Statistiken und Grafiken zum Waldbrandgeschehen in Österreich werden verfügbar gemacht und können abgerufen werden. Die Funktionalitäten der österreichischen Waldbrand-Datenbank sollen verbessert und Schnittstellen zur Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung geschaffen werden.

Das entwickelte sozioökonomische Modell zur Abschätzung der anthropogenen Brandgefahr soll verfeinert und für ganz Österreich berechnet werden. Es soll ein Vorhersagemodell für durch Blitzschlag ausgelöste Waldbrände entwickelt werden. Vorarbeiten für die Errichtung eines Netzwerks aus Feuchtesensoren sollen geschaffen werden. Ein Waldbrandgefahrenvorhersagesystem soll konzipiert werden, wobei klimatische, sozioökonomische und Vegetationsparameter berücksichtigt werden. In Abstimmung mit potenziellen Daten- und Infrastrukturlieferanten soll die Implementierung des Prototyps eines Warnsystems vorangetrieben werden.

Um den aktuellen Wissensstand zum Waldbrandgeschehen und seinen Folgen zu verbessern, soll für ausgewählte Brandereignisse ein laufendes Monitoring eingerichtet werden. Neben der Mortalität der betroffenen Gehölze werden die Auswirkungen von Waldbränden auf die Regenerationsfähigkeit und die Stoffkreisläufe untersucht. Die Effekte von Waldbränden auf die Schutzwirkung in Gebirgswäldern sollen analysiert und waldbauliche Präventivmaßnahmen vorgestellt werden.

Das Projekt wird Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung durchführen (u. a. Blogbeiträge, Pressemeldungen, Interviews, Medienkontakte). Daneben ist geplant Schulungen und Workshops mit Vertretern von Feuerwehren, Forstinspektoraten und zuständigen Mitarbeitern auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene durchzuführen. Ebenso sollen die Grundlagen für regionale Waldfachpläne unter Berücksichtigung der Waldbrandgefahr erarbeitet sowie ein Leitfaden zum Waldbrandgeschehen in Österreich erstellt und publiziert werden.
Schlagworte
Klimawandel; Forstschutz; Waldbau;
Bewertung; Datenbank; Naturgefahr; Waldbrand;
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