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eDNA Analyse von Vertebraten Metacommunities in Flussauen

Projektleitung
Hein Thomas, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.01.2021-31.12.2024
Programm:
Joint Projects
Art der Forschung
Grundlagenforschung
Projektpartner
Ökológiai Kutatóközpont, Klebelsberg K. u. 3., 8237 Tihany, Ungarn.
Kontaktperson: Tibor Erös;
Funktion des Projektpartners: Partner
Mitarbeiter/innen
Pont Didier Auguste, Projektmitarbeiter/in
Funk Andrea, Projektmitarbeiter/in
Meulenbroek Paul, Projektmitarbeiter/in
Landler Lukas, Projektmitarbeiter/in
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG)
Institut für Zoologie
Gefördert durch
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) , Sensengasse 1, 1090 Wien, Österreich
Abstract
Breiterer Forschungskontext / theoretischer Rahmen
Einer der wichtigsten Fortschritte in der Geschaftsökologie besteht darin, dass die Muster der Biodiversität nicht nur durch lokale Umweltfaktoren beeinflusst werden, sondern uch durch die Ausbreitung aus dem regionalen Artenpool. Während früher
Meta-Gemeinschaftsstudien primär zeitliche Momentaufnahmen waren, betont in jüngerer Zeit die Gemeinschaftsökologie die Bedeutung einer dynamischen Organisation der Gemeinschaften. Daher konzentrieren wir uns auf die Bedeutung von zeitlichen Veränderungen in Ausbreitungsraten und Umweltbedingungen für die Organisation und Diversität der Meta-Gemeinschaften unter Verwendung eines hoch
dynamischen, durch die Hydrologie gepulsten und vernetzten Landschaftssystem als Modellsystem - Flussauen. Unsere Studienorganismen, Fische und Amphibien, hängen weitgehend von der Dynamik der hydrologischen Bedingungen in der Auenlandschaft ab.
Hypothesen / Forschungsfragen / Ziele
Wir erwarten ein breites Spektrum an Organisationsparadigmen der Meta-Gemeinschaft. Eine vorläufige Analyse beweist das Vorhandensein einer großen Anzahl verschiedener Lebensräume, die den Gradienten des hydrologischen Pulsierens erweitern, Lebensraum, Konnektivität und zeitliche Variabilität. Abhängig von der hydrologischen Dynamik erwarten wir eine zeitliche Verschiebung
von der Sortierung der Arten (Umweltfilterung und biotische Interaktionen) bis zu einer von Masseneffekten getriebenen Gemeinschaft sowie die Begrenzung der Ausbreitung während langer Perioden geringer Strömung in Abhängigkeit vom Grad der Konnektivität der verschiedenen Wasserkörper.
Vorgehensweise / Methoden
Verzerrungen beim Nachweis von Arten können die Analyse der Gemeinschaftsstruktur und ihres Anteiles verändern. Solche Einschränkungen
mit traditionellen Probenahmeverfahren für Fische und Amphibien sind gut bekannt. Um dieses Problem zu überwinden, wenden wir die eDNA-Metabarcodierung als Sampling-Technik für Meta-Gemeinschaften an. In einem ersten Schritt werden wir eDNA-Ansatz mit traditionellen Probenahmeverfahren vergleichen. In einem zweiten Schritt werden wir einen zweijährigen zeitliche Studie zur Prüfung der Sensibilität der Fisch- und Amphibien-Meta-Gemeinschaften gegenüber hydrologischen Impulsen.
Grad der Originalität / Innovation
Die interaktiven Effekte zwischen Umweltgradienten, biotischen Interaktionen, Ausbreitung und deren zeitlichen Variabilität sind nicht ausreichend verstanden, insbesondere in Fluss-Auen-Systemen in gemäßigten Regionen. Eine weiterer innovativer Aspekt unseres Projekts ist die Verwendung der eDNA-Metabarcodierungstechnik.
Schlagworte
Biodiversitätsforschung; Hydrobiologie; Ökosystemforschung;
Amphibien; Aue; eDNA; Fisch; Meta-Gemeinschaft;
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