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LIBERATION - Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems zur nachhaltigen Behandlung kontaminierten Böden auf der Grundlage der Bioverfügbarkeit

Projektleitung
Loibner Andreas Paul, Projektleiter/in
Laufzeit:
01.01.2002-31.12.2005
Programm:
EESD Energy, Environment and Sustainable Development (FP5)
Art der Forschung
Angewandte Forschung

Weitere Informationen: http://www.liberation.dk

Mitarbeiter/innen
Bogolte Björn-Tobias, Projektmitarbeiter/in (bis 30.04.2006)
Ehlers Clark, Projektmitarbeiter/in (bis 31.12.2006)
Bursche Jamile, Projektmitarbeiter/in (bis 31.05.2007)
Erlacher Elisabeth, Projektmitarbeiter/in (bis 30.06.2007)
Beteiligte BOKU-Organisationseinheiten
Institut für Umweltbiotechnologie
Gefördert durch
Europäische Kommission / European Commission, Rue de la Loi, Brussels, Europäische Union
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Minoritenplatz 5, A-1014 Wien, Österreich
Abstract
Die gegenwärtigen Verfahren zur Beurteilung des Gefahrenpotentials von kontaminierten Böden beschränken sich im Allgemeinen auf die Messung von absoluten Schadstoffkonzentrationen und können somit das Risiko für eine Verschmutzung des Grundwassers nur unzureichend wiedergeben. Es hat lange gedauert, bis von Industrie und Gesetzgebern erkannt wurde, daß es technisch und finanziell nicht durchführbar sein wird, die Standorte für die meisten Boden- und Grundwassernutzungen wieder bis zum ursprünglichen Zustand zu reinigen. Die Kosten hierfür würden sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen. Das LIBERATION -Projekt liefert ein Entscheidungsunterstützungssystem, mit dessen Hilfe ein nachhaltiges Management des kontaminierten Bodens ermöglicht wird. Basierend auf integrierte biologische und chemische Meßverfahren kann somit beurteilt werden, ob Schadstoffe aus kontaminierten Standorten oder Abfalldeponien Grundwasserverschmutzungen verursachen oder für Boden- und Süßwasserorganismen ein Risiko darstellen können. Rückhalte- und Alterungsmechanismen von Schadstoffen sollen erforscht und Prognosen für die Schadstoffverfügbarkeit verbessert werden. Dadurch sollten Entscheidungen beim Management von kontaminierten Standorten erleichtert und durch Verwendung von geeigneten Sanierungsmethoden eine kosteneffiziente Behandlung ermöglicht werden.

Ziele:
1. Erforschung der bodenchemischen Mechanismen welche die Bioverfügbarkeit und Mobilität von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen beeinflussen.
2. Untersuchung zur Nutzbarkeit und ökologischen Relevanz von schnellen, preiswerten und zuverlässigen chemischen und biologischen Testmethoden zur Bestimmung der Bioverfügbarkeit, indem diese mit Ökotoxizitäts- und Genotoxizitätsstudien am Boden- und Wasserorganismen verglichen werden.
3. Übertragung der Erkenntnisse aus Laborversuchen auf reale Umweltbedingungen durch Monitoring von ökologischen Effekten und Grundwasserschmutzungen in Feldproben.
4. Auswahl einer Reihe von chemischen und biologischen Instrumenten, welche in einem Entscheidungsunterstüzungssystem (DSS) integriert werden, um realistischere und komfortablere Beurteilungsverfahren für die Behandlung von Altlasten und den Grundwasserschutz zu erhalten.
5. Durchführung von sozio-ökonomischen Beurteilungen bezüglich der Anwendbarkeit des entwickelten DSS.
6. Aktive Einbindung von politischen Entscheidungsträgern, Grundbesitzern, Endverbrauchern und weiteren betroffenen Personengruppen in den Entscheidungsprozeß um die höchstmögliche Eignung und Verbreitung des DSS zu ermöglichen.
Schlagworte
Bioverfügbarkeit; Boden; Ökotoxizität; Organische Schadstoffe;
Publikationen

Mesman, M., Rutgers, M., Dirven, L., Schouten, T., Loibner, A., Jensen, J. (2006): Liberation: Linking bioavailability and site-specific ecological risk assessment, a DSS based on the TRIAD approach. [Poster]

SETAC Europe 16th Annual Meeting, 7-11 May, The Hague, The Netherlands

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