Identifikation von Konflikten und Lösungsansätzen einer naturverträglichen Energiewende zur gemeinsamen Erreichung von Klima- und Naturschutzzielen, Teil ILEN
Abstract
Der Biodiversitätsverlust und die Klimakrise sowie die daraus resultierenden Extremwetterereignisse stellen in den nächsten zehn Jahren die größten Bedrohungen für die Weltwirtschaft dar. Verantwortlich für die aktuelle, kritische Situation der Biodiversität sind die Hauptstressoren Habitatverlust, Lebensraumfragmentierung, Landnutzungsänderungen, Neobiota Verschmutzung und der Klimawandel. Die Klimakrise soll v.a. durch einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energieträgern bewältigt werden. Ein unkontrollierter Ausbau kann jedoch zu einer massiven Verschärfung der Biodiversitätskrise führen. Weder auf fachlicher noch auf politischer Ebene werden die Zusammenhänge und potentiellen Konflikte zwischen Biodiversitäts- und Klimakrise in ausreichendem Maße erkannt, Lösungsansätze sind jedoch dringend erforderlich. Biodiversitäts- und Klimaschutz sind wesentlich für die Erhaltung der Gesundheit und das Wohlergehen der Gesellschaft. Die Notwendigkeit, schnell effektive Maßnahmen umzusetzen spiegelt sich daher in zahlreichen EU-Richtlinien und Gesetzen wider, insbesondere im Europäischen Klimagesetz und der EU-Biodiversitätsstrategie. Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele können sich jedoch negativ auf natürliche Prozesse, Lebensräume und dort vorkommende Arten auswirken. Um Zielkonflikten rund um den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit dem Biodiversitätsschutz und anderen Nutzungsinteressen zu begegnen, wurden in den letzten Jahren in Österreich raum- und ordnungsplanerische Instrumente entwickelt (z.B. Kriterienkataloge, wasserwirtschaftliche Regionalprogramme, Zonenpläne für Wind und PV). Insgesamt zeigt sich ein sehr heterogenes Bild ohne konsistente, nachhaltige Ansätze, welche keine systematische Evaluierung im Sinne des Biodiversitätsschutzes ermöglichen. Im Rahmen dieses Projektes sollen daher Kriterien ermittelt und anhand eines GIS-basierten Ansatzes verschnitten werden, um so mittels unterschiedlicher Szenarien Lösungsvorschläge für eine nachhaltige Energiewende ohne signifikante Auswirkungen auf die Biodiversität zu entwickeln. Unter Berücksichtigung möglicher Konflikte und identifizierbarer Synergien soll so die gemeinsame Erreichung von Naturschutz- und Klimazielen ermöglicht werden.
Mitarbeiter*innen
Christa Hainz-Renetzeder
Mag.Dr. Christa Hainz-Renetzeder
christa.hainz-renetzeder@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85324
Projektleiter*in
01.05.2024 - 31.10.2025
Rafaela Schinegger
Ass.Prof. Dipl.-Ing.Dr.nat.techn. Rafaela Schinegger
rafaela.schinegger@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85334
Sub-Projektleiter*in
01.05.2024 - 31.10.2025
Karl Bittner
Karl Bittner MSc.
karl.bittner@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85328
Projektmitarbeiter*in
01.05.2024 - 31.10.2025
Georg Gruber
Georg Gruber M.Sc.
georg.gruber@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85327
Projektmitarbeiter*in
01.05.2024 - 31.10.2025
Thomas Schauppenlehner
Priv.Doz.DI Dr.nat.techn. Thomas Schauppenlehner
thomas.schauppenlehner@boku.ac.at
Tel: +43 1 47654-85316
Projektmitarbeiter*in
01.05.2024 - 31.10.2025