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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christiane Mair (2006): Aufklärung von Antibiotikaresistenz-Phänomenen ausgewählter Bifidobacterium spp.-Stämme isoliert aus unterschiedlichen Bereichen der Lebensmittelkette.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Lebensmittelmikrobiologie und –hygiene (LMH), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 165.

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Es wurden insgesamt 175 Bifidobacterium spp. Isolate, vorwiegend tierischer Herkunft, auf unterschiedliche mikrobiologische sowie molekularbiologische Fragestellungen untersucht. Die Stämme wurden auf die Empfindlichkeit gegenüber den antibakteriellen Wirkstoffen Ampicillin, Clindamycin, Erythromycin, Gentamicin, Streptomycin, Tetracyclin und Vancomycin getestet. Die Mikrodilutionsmethode sowie die Diffusionsverfahren Etest® und Agardiffusion fanden dabei Verwendung. Zusätzlich erfolgte eine Untersuchung der oben genannten Spezies sowie Isolate der Spezies B. pseudolongum auf die Antibiotika Chloramphenicol, Kanamycin, Linezolid, Neomycin, Streptogramin und Trimethoprim mit der Mikrodilutionsmethode. Die untersuchten Stämme zeigten sich sensibel gegen Ampicillin, Vancomycin, Chloramphenicol, Linezolid und Streptogramin. Eine intrinsische Resistenz konnte bei der Antibiotikaklasse Aminoglycoside (Gentamicin, Kanamycin, Neomycin und Streptomycin) festgestellt werden. Im Gegensatz dazu wiesen die Bifidobacterium spp. bei den Antibiotikagruppen Clindamycin, Erythromycin, Tetracyclin und Trimethoprim variable Verteilungen auf. Von den drei untersuchten Spezies zeigten 66,7 % eine Tetracyclinresistenz und 7,3 % eine Resistenz gegen Clindamycin und Erythromycin. Alle fünf Isolate der Spezies B. breve sowie 26 % der B. thermophilum Stämme waren gegen Trimethoprim resistent. Zusätzlich wies Trimethoprim einen Bereich verminderter Empfindlichkeit bei B. pseudolongum und B. thermophilum auf. Anschließend erfolgte die genotypische Untersuchung der Isolate auf ausgewählte Gene für Tetracyclinresistenz und Erythromycinresistenz mittels PCR. Die phänotypische Resistenzausprägung konnte entlang der Lebensmittelproduktions-kette ohne merkbare Abnahme detektiert werden. Generell wiesen Proben, welche aus der Tierart Schwein isoliert wurden, eine erhöhte Anzahl an Resistenzen auf, als Isolate aus der Produktionskette Rindfleisch.

BetreuerIn: Kneifel Wolfgang
2.BetreuerIn: Domig Konrad

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