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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Nadine Hörzinger (2019): Temperature sensitivity of CO2 fluxes of two plant functional types in a mesocosm experiment.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Waldökologie (IFE), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 52. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Studie untersucht die Auswirkungen von Temperaturänderungen auf die CO2 Flüsse zweier Pflanzenökosysteme, Fagus sylvatica und Calamagrostis varia. Dafür wurden junge Buchen- und Graspflanzen in drei unterschiedlichen Set-ups in Töpfe gepflanzt: Töpfe mit Buchen, Töpfe mit Gras und Töpfe mit Erde, jeweils für zwei Mess- und Erntetermine. Mit einer selbstgebauten Ökosystemkammer wurden CO2 Flüsse bei 10°C, 20°C und 30°C gemessen. Diese umfassten die heterotrophe und autotrophe Bodenrespiration, die oberirdischen Respiration sowie die CO2 Assimilation durch Photosynthese. Weiters wurde die spezifische Wurzel- und Stolonrespiration aller Pflanze bei 20°C und 30°C gemessen und mit der jeweiligen Wurzelbiomasse multipliziert. Die Studie zeigt, dass die Dunkelrespiration des Grasökosystems um 16 bis 47% höher ist als jene des Buchenökosystems und eine signifikant höhere Netto CO2 Aufnahme aufweist. Die heterotrophe Respiration zeigte bei beiden Ernteterminen einen signifikanten Anstieg zwischen 10°C und 30°C, aber wie die gesamte Feinwurzelrespiration beider Pflanzenarten wies sie keinen signifikanten Anstieg zwischen 20°C und 30°C auf. Allerdings zeigte die spezifische Feinwurzelrespiration beider Pflanzenarten zwischen 20°C und 30°C einen signifikanten Unterschied. Zudem wiesen die Stolone einen deutlich größeren Q10 Wert (Q10 (20°C - 30°C) = 3.5) als Grasfeinwurzeln auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Kohlenstoffkreislauf der beiden Pflanzenökosysteme sowie deren Reaktion auf Temperaturänderungen unterschiedlich verhalten können. Weiters können auch die unterschiedlichen Pflanzenbestandteile unterschiedlich auf Temperaturänderungen reagieren. Der Vergleich beider CO2 Messungen (via Ökosystemkammer und aggregierte heterotrophe und autotrophe Respiration) ergab keine signifikanten Unterschiede und bestätigt die Eignung der Extrapolation der gesamten Wurzelatmung über die Wurzelbiomasse.

Beurteilende(r): Rewald Boris
1.Mitwirkender: Mayer Mathias
2.Mitwirkender: Sandén Hans

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