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Gewählte Dissertation:

Marion Barbara Brunner (2011): Food authenticity and traceability – Aspects and challenges from the analytical point of view.
Dissertation - Abteilung für Analytische Chemie (DCH/AC), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 246. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die EU Verordnung 178/2002 fordert die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. Jedoch sind die anzuwendenden Methoden nicht klar definiert. Es herrscht dringender Bedarf an unabhängigen Verifizierungssystemen, der die verschiedensten wissenschaftlichen Gebiete zur Entwicklung von nicht leicht zu manipulierenden Methoden für die Herkunftsbestimmung und Authentizitätsprüfung von Lebensmitteln ermutigt. Konsumentenschutz steht an erster Stelle, um diese vor falsch deklarierten Produkten zu schützen, die Quellen von Lebensmittelzusätzen aus gesundheitlichen, kulturellen oder religiösen Gründen zu identifizieren und zurückzuverfolgen. Der experimentelle Teil umfasst eine Kombination aus Methodenentwicklung und Anwendungsstudien für die Herkunftsbestimmung von Lebensmitteln in Bereich der stabilen Isotopen- und Elementanalyse. Im Rahmen der Dissertation wurde eine analytische Methode für die Bestimmung von absoluten Schwefelisotopenverhältnisse entwickelt und die Anwendbarkeit für die Routineanalytik durch den Vergleich von verschiedenen ICP-MS Geräten im Bereich der Authentifizierung und Herkunftsbestimmung von Lebensmitteln untersucht. Eine Studie zeigt die z.B. Verifizierung der Herkunft des ursprungsgeschützten Szegediner Paprikas. Isotopen- und Elementanalytik in Lebensmitteln ist nicht nur durch die Bestimmung des geographischen Ursprungs von großer Bedeutung. Kontaminanten in Lebensmitteln (z.B. Quecksilber) haben einen wichtigen gesundheitlichen Aspekt. Isotopenverhältnismessungen können neben der präzisen und akkuraten Bestimmung von Konzentrationen (Isotopenverdünnungsmassen-spektrometrie) auch die Identifizierung eines möglichen natürlichen oder anthropogenen Ursprungs des akkumulierten Quecksilbers in Lebensmitteln ermöglichen und erleichtern dadurch die Rückverfolgung der anthropogenen Kontaminationsquelle. Das wurde auf Basis einer Pilotstudie zur Bestimmung der Hg Konzentration in Wasser mittels Kaltdampf-Isotopenverdünnung-ICP-MS im niedrigen ng L-1 Bereich untersucht.

Betreuer: Prohaska Thomas

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